Das Büro, das du nur mit dem Rad erreichst
Ein Arbeitsplatz im Wald, drei Stunden über der Stadt. Laptop, Karten, Kaffee — und Leute, die wissen, welche Wege hier befahren werden dürfen.
Route Building könnte man in einem Seminarraum machen. Man macht es hier nicht.
Für die Tage der Gravel Week steht oberhalb von Innsbruck ein kleines Büro: ein Tisch, ein Laptop, digitale und gedruckte Karten, Strom, Kaffee, ein paar Sitzgelegenheiten. Es ist nicht ausgeschildert und nicht mit dem Auto erreichbar. Du kommst mit dem Rad hin — über eine Route, die dir jemand geplant hat, damit du unterwegs siehst, worüber dann geredet wird.
Oben sitzt du mit einem lokalen Guide und mit Leuten, die für Naturpark und Besucherlenkung arbeiten, über einer Karte. Ihr plant gemeinsam eine Route: dieselbe Strecke einmal für jemanden, der 40 Kilometer fahren will, und einmal für jemanden, der 80 will. Ihr sucht die Stellen, an denen man aussteigen kann, wenn das Wetter kippt. Und ihr schaut, welche der Linien, die auf der Karte so gut aussehen, tatsächlich befahren werden dürfen — denn eine Forststraße ist in Tirol nicht automatisch frei.
Danach rollst du hinunter in die Stadt. Der Nachmittag gehört dir.
- Dauer
- halber Tag, im Regionstag enthalten
- Anfahrt
- mit dem Rad, [OFFEN] km und [OFFEN] Höhenmeter
- Mitbringen
- dein Rad, dein Handy, wetterfeste Jacke
- Gruppe
- [OFFEN] Personen
- [OFFEN] — Ort des Pop-up Office, Betreiber und beteiligte Expert:innen werden in Phase 2 festgelegt. Komoot ist als Partner im Konzept vorgesehen, aber noch nicht angefragt.
Prototyp aus dem Experience Lab — noch keine Buchung. Wir melden uns, sobald es Termine gibt.
Was du erlebst
Du fährst hinauf
Du bekommst am Morgen die Route aufs Handy. Sie ist so gelegt, dass du unterwegs an drei, vier Stellen vorbeikommst, über die oben geredet wird: eine Abzweigung, die auf der Karte gut aussieht und gesperrt ist. Ein Stück, das steiler ist, als das Höhenprofil vermuten lässt. Ein Waldrand, an dem im Frühjahr Wild steht.
Du kommst an einem Tisch im Wald an
Kein Schild, keine Hütte. Ein Tisch, ein Sonnensegel, Strom aus einer Batterie, Kaffee. Wer vor dir da war, sitzt schon.
Ihr lest die Karte neu
Höhenprofil und Untergrund, Sackgassen, Ausstiege. Was die App anzeigt und was daneben steht. Warum ein Höhenprofil lügt, wenn man nicht weiß, was für ein Belag darunter liegt.
Ihr plant eine Route für zwei verschiedene Menschen
Die eigentliche Übung: eine Strecke so bauen, dass zwei Leute mit unterschiedlicher Kondition am Abend am selben Tisch sitzen. Das ist genau das, was diese Reise jeden Tag macht — und danach kannst du es selbst.
Du nimmst deine eigene Route mit
Am Ende hat jede und jeder eine Route auf dem Handy, die er oder sie selbst gebaut hat. Für zuhause, nicht für hier.
Wer dich empfängt
[OFFEN] — Namen und Betriebe werden in Phase 2 festgelegt. Die genannten Rollen sind Platzhalter aus dem Konzept, es wurde noch niemand angefragt.
